Traumatherapie

Nach schwerwiegenden Erlebnissen mit Gewaltsituationen,
entweder wenn sie einen selbst betroffen haben, 
aber auch wenn man Zeuge einer solchen Situation geworden ist,
kommt es oft zu dem Erscheinungsbild eines psychischen Schocks.

Das kann nach einem schweren Autounfall passieren,
ebenso bei schweren Unfällen,
wenn man z. B. aus nächster Nähe gesehen hat,
 wie jemand schwer verletzt oder sogar getötet wurde.

Einen psychischen Schock kann man auch nach
dem Erleben von körperlicher und/oder sexueller Gewalt
oder ähnlich schrecklichen Situationen erleiden.

 

 

Manchmal treten Beschwerden erst nach  Monaten,
oft erst  nach Jahren beschwerdefreier Zwischenräume auf.
Insbesondere sexuelle Traumatisierungen  in der Kindheit und Jugend
 können  schwerwiegende Folgen haben.

Für viele Menschen entsteht in der Folge eine große Beeinträchtigung
 ihrer beruflichen und persönlichen Leistungsfähigkeit
 bedingt durch die psychische Symptomatik und dadurch,
 dass sie sich nicht mehr frei in ihrer Lebensumgebung bewegen können.
 Dies kann  Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche haben.

Alle diese Erscheinungen werden unter dem Oberbegriff
Posttraumatische (Belastungs-) Störung zusammengefasst.
Diese Störung kann verschieden schwere Ausbildungsgrade haben.

Behandlungskonzept

Bereits in den 90er Jahren wurden Behandlungsmethoden entwickelt,
die bei der Bewältigung der traumatischen Erlebnisse und ihrer Folgen helfen können.

Die Weiterentwicklung dieser Ansätze in der Integrativen Traumatherapie
unter Einschluss spezieller Traumaexpositionsverfahren

 
wie EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing),
 Screentechnik, Beobachtertechnik u.a. erbringt nachhaltige gute Behandlungsergebnisse.

Sie orientiert sich an dem dreistufigen Therapiekonzept von J. Herman
auf der Basis der Traumakonzepte von Shapiro (EMDR), Sachsse, Reddemann u.a.
unter Einbeziehung imaginativer Verfahren und der genannten speziellen
Expositionstechniken. Begleitende Körperarbeit bzw. Entspannungsverfahren
 können sinnvoll sein. Im Bedarfsfall kann eine medikamentöse  Behandlung unterstützen.

Die ressourcenorientierte Stabilisierungsphase umfasst
die imaginative Erarbeitung eines
Inneren sicheren Ortes“,
 „Innerer Helfer“, von „Orten der Kraft“ und von Distanzierungstechniken.

Die Expositionsphase, also die unmittelbare Arbeit an den
traumatischen Erfahrungen, umfasst die
Reprozessierungsarbeit
(z.B. mit EMDR, Screen- und Beobachtertechnik u.a.),
begleitet von Tagebucharbeit und ggf. kreativem Ausdruck.

Die Integrationsphase beschäftigt sich mit dem Leben nach dem Trauma.
Welche Bedeutung hat die traumatische Erfahrung für mich?
Welchen Platz gebe ich ihr in meinem Leben?
Welche Kräfte/Einsichten sind mir daraus zugewachsen?

Wichtig: Für Menschen, die Traumatisierung bereits in frühem Alter erfahren haben,
bedarf es einer längeren und intensiven Stabilisierung unter Einbeziehung der
sogenannten „Inneren Kindarbeit“

(konzeptualisiert von Reddemann und Sachsse).

 


 

 

 

 

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